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Erfahrungsbericht Evoc Bike Travel Bag

13. April 2011

Nach drei Einsätzen ist es nun Zeit, einen Erfahrungsbericht zum Evoc Bike Travel Bag zu schreiben. In den letzten 18 Jahren kam alles für den Radtransport im Flieger zum Einsatz: geliehene Radtaschen und Radkoffer sowie vom örtlichen Radhändler bereitgestellte  Radkartons. Für diese Saison sollte es  nun endlich etwa Eigenes (und Besonderes) werden, der neue Evoc Bike Travel Bag wurde angeschafft.

Nach Herstellerangabe wurden für 2011 noch mal einige Details verbessert, deshalb wurde nicht das (etwas günstigere) Auslaufmodell sondern gleich das aktuelle Modell auf Herz und Nieren getestet.

Der Evoc Bike Travel Bag wurde zerlegt geliefert, der Aufbau hat nur ein paar Minuten in Anspruch genommen. Zur Verstärkung und Stabilisierung werden GFK-Elemente in eingearbeitete Taschen eingeschoben.

Fürs Packen des Evoc werden zuerst die Laufräder aus dem Rennrad genommen, die Pedale demontiert und dann vom optionalen Roadbike Set das Schutzpolster mit Klettverschluss über Ober- und Unterrohr angebracht. Die Gabel wird in den Schutz für die Rennradgabel gestellt und mit einem Spanngurt über das Oberrohr fixiert. Nun kann der Lenker demontiert (hier beim Extralite-Vorbau inklusive Vorbau) und seitlich mit Klettverschluss am Schutzpolster fixiert werden.

EVOC Road Bike Set

Die Sattelstütze wird nach Herstellerangabe soweit in den Rahmen eingeschoben, dass sie gerade noch so in die Tasche passt. Bei einer hochglänzenden Sattelstütze ist das aber keine gute Idee, deshalb wurde sie komplett demontiert.

Danach wir das zerlegte Rad in die Tasche eingestellt und das Tretlager auf dem Block am Boden ausgerichtet und wieder mit jeweils 2 Spanngurten über die Kettenstreben und Gabel, jeweils einem Klettverschluss an der Sattelstütze, Gabelschaft und Unterrohr fest in der Tasche fixiert. Als Schutz vor Kratzer wurde noch ein Schutz um die Kettenstrebe angebracht und dieser zusammen mit der Kette durch Kabelbinder fixiert. Als Sicherheitsmaßnahme wurde schlussendlich noch das Schaltwerk demontiert.

Für die demontierten Pedale/Schnellspanner ist eine kleine Tasche innen im Travel Bag bestimmt. Die Laufräder werden von außen in zwei besonders gepolsterte Taschen geschoben. Diese sind zusätzlich mit einer extra Verstärkung gegen das Durchdrücken der Laufradachsen versehen.

Mit ein wenig Übung lässt sich die Tasche in ca. 10 Minuten packen. Allerdings kann der Zwischenraum (entgegen den meisten Airline-Bestimmungen) noch kunstvoll mit viel Radbekleidung etc. ausgefüllt werden; dies geht erfahrungsgemäß am Ende des Trainingslagers schneller als zuhause vor dem Abflug.

Die Rollen (viel größer als bei einem Radkoffer) laufen leicht und angenehm ruhig. Selbst auf Winterwegen mit reichlich Splitt konnte der Travel Bag ohne Probleme gezogen werden. Die Abmessungen (130×80) sind etwas größer als bei einem Radkoffer, bei umgelegter Rücksitzbank dürfte er auch in einen Kleinwagen gehen.

Am Travel Bag sind reichlich Griffe angebracht; das Heben der Tasche bereitet deshalb keine Probleme. Am Boden sind massive Schutzleisten angebracht; den Evoc Treppen hochzuziehen oder heruntergleiten zu lassen ist kein Problem.

Leer wiegt er knappe 9 kg. Als Zuladung stehen dann noch gute 20kg zur Verfügung, im Test kamen wir mit viel Ausrüstung und Werkzeug auf 24-26kg. Die stabilen Reißverschlüsse der Tasche können bei Bedarf mit Schlössern (nicht im Lieferumfang) gesichert werden; wir wählten immer die praktische Methode mit Kabelbindern.

Nach drei Einsätzen ist an der Tasche so gut wie kein Verschleiß auszumachen, dieser ist vor allem optischer Natur: Durch liegende Lagerung im Flieger/auf dem Transportwagen ist die Tasche außen nun leicht verschmiert. Das lässt sich aber mit einem “Zauberschwamm” wieder entfernen.

Beim letzten Flug hatte es die Crew am Flughafen geschafft, einen kleinen Schnitt in die äußerste Gewebelage zu bekommen. Das ist ärgerlich, allerdings durch den dicken mehrlagigen Aufbau kein Weltuntergang.

Kurz zusammengefasst: Der Evoc Bike Travel Bag hat die Erwartungen voll erfüllt. Das Rad ist schnell zerlegt und aufgrund der vielen Fixierungen sicher verpackt. Das Rad kam immer unversehrt am Ziel an, optisch hat die blau/weiße Version auch einiges hergemacht.

Noch ein paar allgemeine Tipps fürs Trainingslager:

  • Alle abmontierten Teile (Pedale/Schnellspanner, etc.) auf einen separaten Platz legen und nicht vergessen.
  • Demontage schon zuhause mit dem im Trainingslager zur Verfügung stehenden Werkzeug  durchführen (Mini-Tool)
  • Breitere Reifen montieren, das beugt am besten Sitzbeschwerden vor.
  • Vorsichtig fahren, nur wer heil heimkommt, hat auch etwas vom Trainingslager!

Sieg für Van Summeren und Bont in der Hölle des Nordens

11. April 2011

Johan van Summeren vom Team Garmin Cervelo siegte bei Paris Roubaix, dem wohl härtesten Ein-Tages-Rennen der Welt. Der Belgier fuhr als Erster nach 27 Kopfsteinpflaster-Passagen und den berüchtigten 258km in das Velodrom von Roubaix ein.

Mutig setzte sich van Summeren bereits 15km vor dem Ziel ab und konnte so nach einem waghalsigen Soloritt die Einfahrt ins Velodrom genießen. Der 30-Jährige gewann dieses Rennen völlig überraschend, war doch sein einziger größerer Sieg bislang die Polen-Rundfahrt 2007.

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Van Summeren mit Sieg bei Paris Roubaix

Keine Überraschung waren jedoch seine Schuhe. Johan van Summeren hat sich für das schwerste Radrennen der Welt für die Bont A One entschieden.

Bont – Die Wahl des Weltmeisters

25. Oktober 2010

Dieses Jahr fand die Straßenweltmeisterschaft im australischen Geelong statt. Die Rad-WM ist jedes Jahr aufs Neue besonders interessant. Während die Profis die ganze Saison über für ihre (Marken-)Teams an den Start gehen, treten sie bei der Weltmeisterschaft für die Nationalmannschaft in die Pedale. So werden Teamkollegen, die das ganze Jahr über zusammen fahren, bei der WM an einem Tag zu Gegnern.

Thor Hushovd mit Bont Radschuhen zum Weltmeister Titel

Thor Hushovd mit Bont Radschuhen

Und die Rad-WM hat immer noch eine weitere Besonderheit aufzubieten. Das ganze Jahr über müssen die Profis das Material der Sponsoren fahren, bei der WM kann aber jeder Profi frei von Sponsorenzwängen wählen, was er fährt. So war zum Beispiel ein Fillipo Pozatto mit Lightweight Laufrädern unterwegs, die er aber vorsorglich mit einem dicken Campognolo Schriftzug „verzierte“.

Auch dieses Jahr war wieder ein spannendes Rennen geboten. Gegen Ende des 263 Kilometer langen Rennens hatte der Norweger Thor Hushovd die größten Kraftreserven und gewann den Sprint auf der ansteigenden Zielgerade. An den weltmeisterlichen Füßen der Bont Vaypor. Bont – die Wahl des Weltmeisters!